US-Bombenexplosion in Frankfurt löst 30 Meter hohe Wasserfontäne aus

Die Detonation führte am Sonntagmorgen zu einem 30 Meter hohen Wasserbrunnen im Main. Rund 600 Menschen wurden aus Stadtteilen in der Nähe des Geräts evakuiert, als Bombenentsorgungsexperten gegen 8 Uhr an die Arbeit gingen. Nach der Explosion wurden Taucher geschickt, um zu überprüfen, ob alles sicher ist. "Es hat sich bestätigt, dass die Bombe keine Gefahr mehr darstellt", sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag.

Nach Angaben der DPA wurde die US-Bombe, die mit einem Gewicht von 150 Kilogramm einwiegt, am Dienstag während einer Übung von Tauchern des Feuerwehr-und Rettungsdienstes der Stadt entdeckt. Der Straßen- und Schiffsverkehr sowie der öffentliche Verkehr waren von der Bombenexplosion betroffen. Auch die ortsnahen Gottesdienste wurden abgesagt, während einige Museen geschlossen blieben.

Zur Vorbereitung auf die Explosion wurde eine spezielle Gruppe von Tauchern aus dem Sprengstoff-Entsorgungsdienst in Rheinland-Pfalz um Hilfe gebeten. Bevor die Bombe explodierte, zogen die Taucher das Gerät tiefer in den Main, in eine Tiefe von rund 6 Metern.

Eine Reihe kleinerer Sprengvorrichtungen war vor der Bombe detoniert, um Fische und andere Tiere wegzutreiben. Einige Zuschauer beobachteten die Explosion von einer der Frankfurter Nachbarbrücken aus.

Bomben aus dem 2. Weltkrieg auch im Jahr 2019 keine Seltenheit

In ganz Deutschland werden Bombenfunde aus dem Zweiten Weltkrieg gemacht - mit der Folge, dass die Stadt während der Detonation evakuiert wird. Ende März wurden 10.000 Menschen evakuiert. Im Februar wurden über 4.000 Essener Bewohner wegen einer amerikanischen Bombe evakuiert.

Nur wenige Wochen später wurde während der Bauarbeiten eine 250 Kilogramm schwere Bombe im Zentrum Nürnbergs gefunden, die zu einem Unfall führte. Die größte Evakuierung der Nachkriegszeit fand im September 2017 statt, nachdem in der Nähe des Frankfurter Universitätsgeländes eine tonnenschwere Bombe entdeckt wurde.