Wer geht zur Bilderberg Konferenz 2019?

Das ultra-secretive Treffen findet von Donnerstag bis Sonntag in Montreux, Schweiz, statt. Das 1954 gegründete, berüchtigte Treffen zielt angeblich auf die Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA und Europa ab, obwohl die Veranstaltung seit langem von Mysterien und Verschwörungstheorien umhüllt ist, da es den Teilnehmern verboten ist, das Gesagte offenzulegen.

Viele behaupten, dass es einen weitaus unheilvolleren Zweck hat als bloße internationale Beziehungen. Die Theorien reichen von weit linksgerichteten Befürchtungen, dass das Ziel der Gruppe darin besteht, die ewige kapitalistische Herrschaft durchzusetzen, während einige auf der rechten Seite Bedenken hinsichtlich der Einrichtung einer Weltregierung namens der Neuen Weltordnung geäußert haben.

Top-Politiker, Wirtschaftsführer, Finanziers und Wissenschaftler gehören in der Regel traditionell zu den Eingeladenen. Unter den bestätigten 2019 Teilnehmern befinden sich einige mächtige Titanen der Technologiebranche, darunter Google CEO Eric Schmidt, Microsoft CEO Satya Nadella, führende Bankiers von Goldman Sachs und der Bank of England sowie Credit Suisse CEO Tidjane Thiam sowie namhafte Weltführer und ehemalige Politiker, darunter der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Trumpfberater Jared Kushner steht auch auf der bestätigten Gästeliste, während Gerüchte kursieren, dass US-Außenminister Mike Pompeo erscheinen könnte, angeblich um die Iran-Situation mit dem Schweizer Finanzminister Ueli Maurer zu besprechen, obwohl er nicht auf der offiziellen Gästeliste erscheint. Das Schweizer Finanzministerium hat solche Berichte abgelehnt, aber die Schweiz vertritt oft die US-Interessen im Iran als Vermittler.

Die 2019 veröffentlichten Diskussionspunkte umfassen Themen wie Brexit, die Ethik der Künstlichen Intelligenz (KI), Klimawandel und Nachhaltigkeit sowie die Zukunft der Weltraumforschung. Russland, China, die Zukunft des Kapitalismus und die Bewaffnung der sozialen Medien gehören ebenfalls zu den losen Diskussionsthemen. Die Sitzungen finden jedoch nach der Chatham House Regel statt, d.h. die Teilnehmer können alle darin gewonnenen Informationen verwenden, dürfen aber weder ihre Quelle noch ihre Zugehörigkeit preisgeben, so dass die Diskussion in einer "Freifeuerzone" abseits der Kontrolle des öffentlichen Diskurses stattfinden kann. Es werden keine Abstimmungen durchgeführt, keine Richtlinien festgelegt und keine Erklärungen in der Sitzung abgegeben.

Einer der Gründer der Gruppe, Prinz Bernhard von den Niederlanden, sagte, dass die extreme Geheimhaltung notwendig sei, damit "schwere wirtschaftliche Einbrüche wie die Weltwirtschaftskrise vermieden werden könnten, wenn verantwortungsbewusste und einflussreiche Führer das Weltgeschehen hinter ihrer notwendigen öffentlichen Haltung bewältigen könnten".

Bestätigt Vergangenheit Koryphäen, die die Top-Secret Meeting geziert haben, gehören: Bill Clinton (1991), David Cameron (2013), Bill Gates (2010), Prince Charles (1986), Jeff Bezos (2011, 2013), Margaret Thatcher (1975, 1976 und 1986) und Banker David Rockefeller (2008, 2009, 2011).